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Dienstag, 16. März 2010, 21:47

7-Segment - Gem. Anode statt gem. Kathode

Hallo,

ich habe nach diesem Tutorial: http://www.moddingtech.de/tutorials/55-c…hz-anzeige.html eine 7 Segment Anzeige gebaut. Als ich das ganze getestet habe, hat es nicht funktioniert. Dann bemerkte ich dass ich ausversehen die mit gem. Anode statt Kathode erwischt habe. Muss man das jetzt einfach anders herum anschließen oder ist das nicht möglich? :*(

Locutus

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2

Dienstag, 16. März 2010, 23:18

einfach plus und minus vertauschen, dann dürfte das passen - sofern die pinbelegung deiner anzeigen nicht noch irgendwie von denen der anleitung abweicht. ;)




3

Mittwoch, 17. März 2010, 16:43

Was ist dann mit den Widerständen. Denn: Ein gemeinsamer Plusp und jeder nen eigenen Minusp. Wenn ich vor den Plus nen 150 Ohm Widerstand nehme, vernichtet der doch je nach dem wieviel Segmente an sind mehr oder weniger Volt, oder nicht?

Locutus

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4

Mittwoch, 17. März 2010, 19:15

na, die packst einfach an die minus-pole statt den pluspolen? im endeffekt baust einfach die schaltung so nach wie in der anleitung - sofern halt die pins deiner anzeigen gleich belegt sind, nur anoden und kathoden vertauscht - und vertauschst dann einfach die polung. ;)




5

Mittwoch, 17. März 2010, 19:25

Als ich gestern + und - vertauscht habe gings nicht. Hinter dem Segment Display bringen die doch eh nicht? Ich meinte außerdem, dass ich nur 1 Widerstand pro Display verwenden kann und wenn mehr an sind (= mehr A / = mehr/weniger V d. widerstand). Aber habs jetzt mit einem Widerstand ausprobiert und die helligkeit ändert sich minimal wenn man mehr segmente dazuschaltet, also kaum warnehmbar. :--D

Locutus

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6

Mittwoch, 17. März 2010, 21:03

wenn du aber einen vorwiderstand für mehrere leds parallel nimmst, dann ist das ungesund für diese. denn: fertigungsbedingt zieht nicht jede gleich strom, daher kanns dazu führen, dass die eine dann zu viel bekommt, kaputt geht, das wirkt sich auf die anderen aus usw.

die position des widerstands (vor od. hinter der led) ist im übrigen egal. das prinzip bleibt ja das gleiche und wenn du mit den kirchhoffschen gleichungen das ganze analysieren würdest, würdest du auch sehen, dass es jacke wie hose ist, ob der widerstand vor od. hinter der led liegt. ;)

wenn du die anzeigen genau wie im tutorial beschrieben angeschlossen hast, dann dürfte es aber wirklich einfach ausreichen, die polarität der stromversorgung zu tauschen - vielleicht hast du beim exakten nachbau die pinbelegung nicht beachtet und diese ist bei deinen anzeigen etwas anders als die im tutorial?




7

Mittwoch, 17. März 2010, 21:51

Hab jetzt für jedes Display einen Widerstand. Funktioniert gut. Aber die Widerstände funktionieren doch nicht, wenn ich die hinter das Display (-) setzte. Denn ich kann das Display ja nicht aufmachen und vor die LEDs Widerstände setzte. Und vor das Display geht nur eins da ich nur einen + Pin habe.

Locutus

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8

Donnerstag, 18. März 2010, 03:05

wie kommst du auf die idee, dass die widerstände in irgendeiner weise anders arbeiten würden, wenn sie hinter dem display liegen würden? de facto ist das jacke wie hose, letzten endes ist nur wichtig, dass da eben die widerstände sind. letzten endes machen die widerstände an beiden stellen das gleiche: sie nehmen einen teil der spannung weg. und ob der widerstand nun vor oder hinter dem display liegt, das ist vollkommen egal. du kannst es ja gerne mal ausprobieren: nimm eine led, pack in der zuleitung den widerstand ein, nimm eine zweite diode, pack den widerstand in der gnd-leitung ein. schliess beide an, du wirst sehen, beide leuchten genau gleich.

wenn die schaltung bei dir nicht so funktioniert, wie sie soll, dann wirst du wahrscheinlich einfach einen fehler beim nachbau von der anleitung gemacht haben. ;) (evtl. irgendwo einen kurzschluss bzw. unsaubere lötstellen od. auch falsche widerstände o.ä.?)




9

Donnerstag, 18. März 2010, 06:47

Hab mal zum Test Widerstände hinter 3 Segmenten verlegt. Die Helligkeit hat sich nicht geändert.
Aber ich dachte das ist so wie beim Wasser:

Wenn du einen Wasserschlauch hast, wo Wasser durchfliest (+). Daran ist eine Wassermühle angeschlossen und danach geht der Schlauch weiter (-). Wenn du nun hinter der Mühle den Schlauch einknickst, dreht sich dann die Mühle langsamer?

Locutus

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10

Donnerstag, 18. März 2010, 12:21

ja, klar.
im wassermodell ist ja strom die menge wasser pro zeit, spannung praktisch ... naja, druckausgleich würds glaub ich am besten beschreiben. wenn du jetzt eine reihenschaltung hast, dann stellt jeder verbraucher ja praktisch eine verengung des wasserschlauches dar. die menge wasser pro zeit durch ein schlauchstück hängt ja direkt mit dem druckausgleich zusammen, je höher dieser ist, umso mehr wasser fliest (wobeis bei elektrizität anders ist: je mehr wasser fliest, umso höher der druckausgleich). da ich eine reihenschaltung habe, muss vor dem schlauch der druck ja maximal sein, hinter dem schlauch null - sofern wir hinter dem schlauch als erdung definieren, genauso könnt ich auch den plus-pol als erde definieren und somit mit negativen spannungen arbeiten, aber das ist ne andere geschichte

so. um das ganze zu vereinfachen stellen wir uns einfach vor, dass der "normalschlauch" unendlich ausgedehnt ist und somit einen leitwert gegen unendlich bzw. einen widerstand von null hat. (in der realität ist dem natürlich nicht so, auch ein stromdurchflossener kupferleiter stellt einen gewissen, aber verschwindend geringen relativ zum rest gesehenen widerstand dar) wenn dieses system jetzt ohne verbraucher betrieben würde, dann würde zwischen dem "reservoir" mit dem maximaldruck praktisch umgehend ein kompletter druckausgleich stattfinden und innerhalb einer femtosekunde der druck komplett kompensiert sein, zumindest bei elektronen. natürlich müsste man in real noch die trägheit der teilchen bzw. elektronen beachten, aber gut, in der realität würde natürlich auch kein unendlich breiter leiter existieren. in diesem theorethischen falle wäre natürlich der strom durch das ganze system unendlich.

wenn ich jetzt aber irgendwo in diesem system eine einzelne verengung einfüge, so führt dies dazu, dass die menge an wasser pro zeit bei dieser verengung natürlich einen gewissen, endlichen wert annimmt. und es kann der logik entsprechend nur sein, dass die teilchen pro zeit, welche durch die verengung fließen gleich sind der teilchen pro zeit, welche an irgend einer anderen stelle unseres leiters fließen.

um dir noch zusätzlich zu denken zu geben: in deiner idee fließt das wasser von plus nach minus. das entspricht der technischen stromrichtung. die ist zwar schön und gut, in der realität fließt strom aber von minus nach plus, denn es sind die elektronen, welche die ladungen bewegen, also negative ladungsträger. die positiven ladungsträger sind starr, da in atomkernen gebunden. ;)




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