ja, klar.
im wassermodell ist ja strom die menge wasser pro zeit, spannung praktisch ... naja, druckausgleich würds glaub ich am besten beschreiben. wenn du jetzt eine reihenschaltung hast, dann stellt jeder verbraucher ja praktisch eine verengung des wasserschlauches dar. die menge wasser pro zeit durch ein schlauchstück hängt ja direkt mit dem druckausgleich zusammen, je höher dieser ist, umso mehr wasser fliest (wobeis bei elektrizität anders ist: je mehr wasser fliest, umso höher der druckausgleich). da ich eine reihenschaltung habe, muss vor dem schlauch der druck ja maximal sein, hinter dem schlauch null - sofern wir hinter dem schlauch als erdung definieren, genauso könnt ich auch den plus-pol als erde definieren und somit mit negativen spannungen arbeiten, aber das ist ne andere geschichte
so. um das ganze zu vereinfachen stellen wir uns einfach vor, dass der "normalschlauch" unendlich ausgedehnt ist und somit einen leitwert gegen unendlich bzw. einen widerstand von null hat. (in der realität ist dem natürlich nicht so, auch ein stromdurchflossener kupferleiter stellt einen gewissen, aber verschwindend geringen relativ zum rest gesehenen widerstand dar) wenn dieses system jetzt ohne verbraucher betrieben würde, dann würde zwischen dem "reservoir" mit dem maximaldruck praktisch umgehend ein kompletter druckausgleich stattfinden und innerhalb einer femtosekunde der druck komplett kompensiert sein, zumindest bei elektronen. natürlich müsste man in real noch die trägheit der teilchen bzw. elektronen beachten, aber gut, in der realität würde natürlich auch kein unendlich breiter leiter existieren. in diesem theorethischen falle wäre natürlich der strom durch das ganze system unendlich.
wenn ich jetzt aber irgendwo in diesem system eine einzelne verengung einfüge, so führt dies dazu, dass die menge an wasser pro zeit bei dieser verengung natürlich einen gewissen, endlichen wert annimmt. und es kann der logik entsprechend nur sein, dass die teilchen pro zeit, welche durch die verengung fließen gleich sind der teilchen pro zeit, welche an irgend einer anderen stelle unseres leiters fließen.
um dir noch zusätzlich zu denken zu geben: in deiner idee fließt das wasser von plus nach minus. das entspricht der technischen stromrichtung. die ist zwar schön und gut, in der realität fließt strom aber von minus nach plus, denn es sind die elektronen, welche die ladungen bewegen, also negative ladungsträger. die positiven ladungsträger sind starr, da in atomkernen gebunden.