(Von Martin Fiutak
ZDNet mit Material von wiwo.de
12. Januar 2005, 09: 15 Uhr)
Apple bringt einen Billigrechner für unter 500 Euro auf dem Markt.
Der für den Massenmarkt bestimmte Mac soll am 29. Januar in den Handel in zwei Versionen gehen - die preiswertere für 489 Euro, mit größerem Speicher für 589 Euro.
Technisch kommt der Mini-Mac äußerst sparsam in den Handel. Im Gehäuse finden sich nur der Prozessor und seine Hilfschips, eine Festplatte und eine Laufwerk für die optischen Datenträger wie CD und DVD. Tastatur, Maus und Monitor sollte der Kunde schon haben oder getrennt kaufen. Das ist in dieser harten Form neu, aber durchaus sinnvoll, weil viele Käufer diese Geräte schon besitzen oder gebraucht günstig erwerben können.
Eines der Motive für Apples Einstieg in diesen Markt scheint der Erfolg des Musikplayers Ipod zu sein. Für diesen Gerätetyp braucht man einen PC als Server für das Herunterladen und Verwalten der Musik. Warum sollte Apple dieses Marktsegment den preiswerten Windows-PCs alleine überlassen, fragen sich die Marktbeobachter?
"PC-User haben künftig keine Ausrede mehr, nicht auf einen Macintosh umzusteigen", sagte Jobs und spielte damit auf die bisherige Hochpreis-Strategie seines Unternehmens an. "Der Mac mini ist der preiswerteste Computer, den wir je gebaut haben." Der neue Rechner, der nur fünf Zentimeter hoch ist und 1,3 Kilogramm wiegt, wird ohne Monitor, Tastatur und Maus ausgeliefert. In Deutschland soll er 489 Euro inkl. Mehrwertsteuer kosten. Er ist mit dem Betriebssystem Mac OS X und der neuesten Apple-Software für die Bild-, Musik- und Videobearbeitung sowie einem Prozessor mit 1,25 GHz PowerPC G4 Prozessor ausgestattet
Der Mac-Mini mit 1,42 GHz soll 589 Euro kosten. Die Geräte sollen ab 29. Januar weltweit erhältlich sein. "Man braucht nur noch Display, Tastatur und Maus anzuschließen und schon hat man einen unglaublich kompakten Mac zu einem Preis, den sich fast jeder leisten kann", erklärte Jobs. Die Geräte bieten auch ein Einzugs-Kombi-Laufwerk, um DVDs abzuspielen und CDs zu brennen.
Neben dem neuen Mini-Mac stellte Steve Jobs auch zwei neue Ipod-Musikplayer mit Flashspeicher vor. Sie sollen 99 Dollar (512 MB Speicher) oder 149 Dollar (ein Gigabyte) kosten. Hat Jobs diesen Modelltyp der Konkurrenten noch vor kurzem als Spielzeug verlacht, musste er hier wohl auf die starke Nachfrage eingehen. Die Ipod Shuffle, so heißen die Modelle, haben - anders als Rivalen - keine Minidisplays für Musiklisten. Damit kann man die Musikstücke nur in zufälliger Folge ("shuffle") hören.
Der "Ipod Shuffle" mit einer Speicherkapazität für bis zu 120 Songs kostet in Deutschland 99 Euro und das größere Modell für bis zu 240 Songs für 149 Euro.