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Tom

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Wohnort: Gronau / Leine

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21

Dienstag, 23. Mai 2006, 01:59

Zu 1.
Sicher wäre ein Externer Radiator die bessere Wahl wenn man den reinen Leistungsaspekt betrachtet, aber erstens spielt das Auge da auch eine Rolle und zweitens gehen viele WAKÜ-User auch auf LAN's.
Ich denke das gerade die normalen User die mit dem Gedanken spielen sich eine WAKÜ zuzulegen eine Interne Lösung bevorzugen würden.

zu 5.
CE-Kennzeichnung
Die CE-Kennzeichnung ist ausschließlich im harmonisierten Bereich anzuwenden und hier wiederum nur dann, wenn sie vorgeschrieben ist.

Zeig mir mal den Gesetzestext wo einem Hersteller vorgeschrieben wird eine Wasserkühlung mit einem CE-Zeichen zu kennzeichnen.
Sicherlich wird das bei Elektronischen Geräten wie bei einer Pumpe oder einem Netzteil erwartet, aber bestimmt nicht von einem Wasserkühler.

Zu 8.
Da hast du recht allerdings kann ich dir beim letzten Satz nur bedingt zustimmen, da es auch Pumpen wie die Laing gibt die bei einer geringeren Förderleistung 480l/h einen wesentlich höheren Druck aufbauen als eine Eheim 1048 die 600 l/h fördert. Das leigt allerdings an der anderen Konstruktion der Pumpe gegenüber einer Kreiselpumpe. Die Kreiselpumpen neigen kostruktionbedingt leider dazu bei höheren Widerstand im System deutlich an Fördervolumen zu verlieren.

Zu 18.
Was bitte bezweifelst du ?
Hier ist der Geschmack des Anwenders gefragt, funktionell sind sicher alle. Wer bereit und handwerklich geschickt ist, greift zur integrierten Lösung, wer es einfach haben will greift zur etwas kostspieligeren externen Lösung.

Zu 20.
Prinzipiellt du recht, aber..... ;)
eigentlich ist es so einfach, da sich das so in der WAKÜ-Scene eingebürgert hat. Der K-Wert beschreibt das DeltaT eines Kühlers bei einer bestimmten Verlustleistung und dient lediglich zum vergleichen verschiedener Kühler untereinander.

Zu 49.
Keinen Plan was du mir damit sagen willst. Ein Ausgleichsbehälter im System bringt immer einen Vorteil bei der Handhabung......

Zu 71.
Der Wasserstrom ist bei Reihenschaltung in jeder Komponente gleich hoch.
Mit diesem Satz hast du absolut unrecht ;) weil der Aufbau des Kühlers entscheidet wie hoch die Strömungsgeschwindigkeit im Kühler selbst ist. Wenn ich einen Düsenkühler mit Microstruktur habe ist die Strömungsgeschwindigkeit in den Microkanälen des Kühlers deutlich höher als das bei einem Gleitschichtkühler oder Kanalkühler der fall wäre.
Bei gleichen Volumenstrom kann ich die Strömungsgeschwindigkeit über eine feine Struktur deutlich beschleunigen. Wenn das nicht der Fall wäre hätten wir nie Düsenkühler mit Microstrukturen gebaut ;) und heute würden alle noch Kern- oder Gleichtschichtkühler benutzen.

Zu 72.
Bedeutet, ich hab im Wasser einen unheimlich dicken Temperaturpuffer, der sich erst bei 209 Umläufen um ein °C erwärmt.
Andersrum gerechnet, bei dieser Leistung erwärme ich 1l Wasser in 5,8 Stunden um 1°C. Für eine Computer, der nicht durchläuft, brauch ich also überhaupt keinen Radiator.

Wenn dem so wäre wie du das hier mit deiner Formel darstellst frage ich mich warum sich meine Wassertemperatur innerhalb von 15 min. um satte 5° erhöht obwohl ich 2 Radiatoren im System habe.
200 Watt sind ein realistischer Wert für A64 3200 + NB + X800, wenn ich das nun mit nem kleinen System ( Single Radi, Eheim 1048, IC-Plex160 AB und sagen wir mal 2m 8/10 Schlauch ) komme ich auf 0,4-0,5 l Wasser im System. Das müsste ich ja dann laut deinem Beispiel ohne Probleme 2,9h passiv betreiben können und meine Wassertemperatur würde sich nur um 1° erhöhen. Sehe ich das so richtig :hmm
Oder mal so: Warum haben sich schon viele Leute ihr System zerschossen beim ausfall des Lüfters auf dem Radi. Hmm das glaube ich dir nun wirklich beim besten willen nicht....

Auf die Füße getreten fühlt sich hier glaube ich keiner :) da Anregungen und Kritik immer gern gesehen sind.
mfg TomVader ;)

22

Dienstag, 23. Mai 2006, 11:21

Sorry, Fehler in meinem gestrigen Postig

Hallo Tom,

jetzt muss ich doch um Entschuldigung bitten, ich hab mich gestern um einen Tausender verrechnet. den Punkt 72 habe ich soeben gestrichen.

Zunächst mal die Antwort auf Deine Kommentare:

5: absolute Zustimmung. Die Maschinenrichtlinie 98/37 EG wurde durch die neunte Verordnung zum Geräte- und Produktsicherheitsgesetz, zuletzt geändert am 06.01.2004 umgesetzt. Eine Pumpe fällt darunter.

Mein Netzteil hat auch ein CE-Kennzeichen.

Die Druckgeräterichtlinie 97/23 EG zieht nur bei Drücken über 0,5 bar, und die erreicht die Laing nicht. wenn man aber in dem Kühler höhere Drücke zulässt, wird man auch das CE-Zeichen anbringen müssen.

zu 8: Die Laing wird als sogenannte "Spährenmotor-Pumpe" bezeichnet, ein Begriff, den ich nicht kenne. Ich hab auch auf die Schnelle keine Kennlinie gefunden.
Nur Verdrängerpumpen haben einen vom Gegendruck unabhängigen Volumenstrom, sind aber aufgrund des diskontinuierlichen Förderstroms und der daraus folgenden Pulsationen meiner Meinung nach für Kühlsysteme ungeeignet.
Bei allen Strömungsmaschinen stellt sich der Volumenstrom abhängig von dem Gegendruck ein.

zu 49. gemeint ist, dass ein Ausgleichsbehälter Volumenschwankungen aufgrund unterschiedlicher Temperaturen aufnimmt. Jede Haus-Heizungsanlage hat son Teil.

zu 71: Hier gilt es, die Begrffe Volumenstrom und Geschwindigkeit zu unterscheiden.
Bei inkompressiblen Medien, und Wasser gilt als inkompressibel, sagt die Kontinuitätsgleichung, dass rausgeht, was reingeht.
Die Geschwindigkeit ist von der Kanalgeometrie abhängig. Je kleiner der Querschnitt, um so höher die Geschwindigkeit.
siehe auch
http://www.kuehlertest.de/include.php?pa…&contentid=115&
Nur wenn ich eine Pumpe, einen CPU-Kühler, einen GPU-Kühler, eineNB-Kühler und einen Radiator in Reihe schalte, fliesst durch alle Komponenten der gleiche Volumenstrom. Der stellt sich an dem Punkt ein, wo die Pumpenkennlinie die Systemkennlinie trifft.

zu 72: Asche auf mein Haupt: Da hab ich mich doch gestern glatt um den Faktor 1000 verrechnet!!

Hier die richtigen Werte:
cp von Wasser ist 4178 j/kgK
Damit ergibt sich bei 200W Kühlleistung und 36 l/h eine Wassererwärmung von 4,7°C
Bei 360 l/h entsprechend von 0,47°C
Ein Liter Wasser wird damit in 20,9 s um ein Grad aufgeheizt.
Wichtig ist auch, dass man mit ner Konvektionskühlung nicht unter Umgebungstemperatur kühlen kann. Ne gesunde Auslegung wäre z.B: CPU 40, Wasser 30, Umgebung 20°C
Dann hätte man für den Radiator immer noch 10°C Eintrittstemperaturdifferenz, nicht das meiste, aber immerhin.
Wer sich für Kennlinien von Radiatoren interessiert, dem empfehle ich die Datenblätter der Öl-Luft-Kühler Typ OKAN der Fa. Funke, die man unter www.funke.de herunterladen kann.

Bitte nochmals um Entschuldigung für meinen Fehler von gestern.
Rückfragen gerne willkommen.
Gruß Holmes
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Tom

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23

Dienstag, 23. Mai 2006, 11:40

Hallo holmes

dafür braucht sich kein Mensch entschuldigen.... fehler mach wir doch alle mal oder ;)
Nobody is perfect......

Das elektronische Bauteile wie Pumpen und Netzteile ein CE-Zeichen brauchen hab ich ja nicht bestritten, würde ich auch nie tun, da dieses CE-Zeichen bei denen wegen der Elektronischen Strahlung pflicht ist ;) wie auch bei vielen anderen Bauteilen im PC.

8. na dann sind wir uns ja jetzt einig....

49. Ja natürlich ist der Ab auch da um Druckschwankungen aufzufangen, genau wie das von dir beschriebene Airfix für Heizungsanlagen. Dem habe ich dir auch nicht widersprochen. Allerdings ist das nicht die einzigste Funktion. Er erleichtert das entleeren und befüllen das Systems ungemein und das wirst du mir nicht absprechen können ;)
Im prinzip reicht wirklich ein T-Stück mit einem stück Schlauch dran um die Druckschwankungen in einer WAKÜ zu kompensieren. Wir reden hier ja gerade einmal von max 20-30° Temperaturschwankungen.

71.
Ja natürlich ist der Volumenstrom gleich, allerdings ist die Strömungsgeschwindigkeit je nach aufbau des Kühlers unterschiedlich. Der Sinn des ganzen ist doch der das Wasser so turbulent als möglich durch die Struktur des Kühlers zu jagen. Warum wird das nun gemacht... tja im prinzip ganz einfach, es soll die Laminare Grenzschicht so weit es möglich ist aufgehoben oder gemindert werden. Denn je turbulenter das Wasser im Kühler um so effektiver wird er.

72.
Ja jetzt sieht das doch schon ralitätsnäher aus :)
Übrigens bei der Firma Funke hat mein Bruder gelernt und mein Vater 25 Jahre gearbeitet. Ist bei mir fast um die Ecke ;) aber ein guter Tipp
denn die meisten der Radiatoren ( Netzradiatoren ) sind ja aus dem bereich Ölkühler für die WAKÜ konvertiert.

Gruß Tom

24

Dienstag, 23. Mai 2006, 18:25

alles klar

Hallo Tom,

vielen Dank für deine Antwort. :_2

Ja, die Okans sind richtig gute Teile Die wurden in den 90er Jahren von der Fa. Längerer und Reich hergestellt und vertrieben. Anhand des Katalogs von L&R hab ich mich in die Grundlagen der Kühltechnik eingearbeitet. Die Grundlagen der Industriekühlung aus dem L&R-Katalog waren wirklich lesenswert. Von 1995 bis 2000 hab ich die Okans auch ausgelegt und verkauft.

Daneben haben wir auch ganze Kühlanlagen für Gasverdichrter, Industrie-Motoren und Getriebe mit Öl-Luft, Öl-Wasser und Wasser-Luft-Kühlern gebaut.

Leider hab ich solche Auslegungsdatenblätter wie damals von L&R für die Komponenten der Wasserkühlung von PCs nicht gefunden. Überhaupt scheint in der Szene eine grosse Unsicherheit über die Komponentenauswahl für eine PC-Kühlung vorzuherrschen.
Auch die im Netz kursierenden FAQs, von denen hier oben eine der besseren steht, helfen nicht wirklich weiter.

Da ist von Adhäsion und Kohäsion die Rede, da wird von Molekühlbewegungen als Ursache der Temperatur gesprochen, meisterkuehler.de bemüht sogar Differentialgleichungen, aber wirklich hilfreich für die Auswahl der Komponenten ist das nicht. Die Kontinuitätsgleichung und der Energieerhaltungssatz werden nicht vorgestellt.

Grundlegende Tatsachen, wie z.B. das der Pumpendruck gleich der Summe aller Druckverluste ist, und das (bei Strömungsmaschinen) davon der Volumenstrom abhängt, und dass die Wärmeübertragung mit höheren Differenztemperaturen besser wird, sind offenbar nicht in der nötigen Konsequenz präsent.

Ich rede bewusst nicht von dem ersten und zweiten Hauptsatz der Thermodynamik, weil nicht die, sondern deren Konsequenzen hier Thema sein sollte.

Ich denke, dass solch ein Forum wie dieses hier
1) Druck auf die Hersteller machen kann, die notwendigen Datenblätter zu veröffentlichen Bei Funke gibt es sogar ein Auslegungsprogramm für die Plattenkühler zum Download
2) die grundlegenen und praxisrelevanten Infos publizieren sollte , so wie ich das angedeutet habe.
3) die Technik, um die es hier geht, als hundsgewöhnliche Low-Tech darstellen könnte, wie sie seit mindestens 100 Jahren existiert, und dass sich nur die Applikation ein klein wenig geändert hat.

Mein PC hat übrigens keine Wasserkühlung, aber ich denke ernsthaft darüber nach, weil er mir einfach zu laut ist.

Mit den besten Grüssen nach Gronau/Hannover und überall hin

Holmes
PS: Rückfragen sind auch als PM immer gerne willkommen
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25

Dienstag, 23. Mai 2006, 19:51

@ holmes
immer gern no problem. Macht doch spaß oder :D

Denke du hast post :)

Pb-Freak

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26

Dienstag, 23. Mai 2006, 20:50

wie kann ich eine pumpeabschirmen ? im runde hab ich kaum platz im case aber wie geht es ?
[CENTER][/CENTER]

[CENTER]Wenn einem mal alles zuviel ist --> geh nach draußen spazieren, frische Luft bring frischen Geist ![/CENTER]

Tom

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27

Dienstag, 23. Mai 2006, 23:16

Eigentlich geht das nur mit einem bestimmten Metall ( MuMetall )

- Mu-Metall (µ-Metall, englisch permalloy) ist eine weichmagnetische Nickel-Eisen-Legierung (ca. 75-80% Nickel) hoher magnetischer Permeabilität, das zur Abschirmung von Magnetfeldern eingesetzt wird. Wenn Mu-Metall gebogen oder verformt wird, sollte es erneut geglüht werden, um durch Ausheilen von Gitterfehlern die hohe Permeabilität zu erhalten. -

Jetzt bleibt noch zu klären welche Pumpe du genau benutzt und ob es überhaupt nötig ist diese abzuschirmen.

Es gab angeblich schon einge Fälle bei denen das Bios des Mainboard gelöscht wurde oder bei Festplatten mit hoher Datendichte ( oberhalb 120 GB ) bei denen sich Daten auf der Festplatte verabschiedet haben.

Ich persönlich habe noch keinerlei Probleme dieser Art gehabt obwohl ich die Pumpe ( Eheim 1046, 1048 und auch eine Hydor ) direkt unterhalb der Festplatten platziert hatte.

Eine Laing z.B braucht man nicht abschirmen da die Elektromagnetische Strahlung so gering ist das nix passieren kann.

Oben genannte Beispiele sollen angeblich bei Eheimpumpen aufgetreten sein, wie gesagt ich kann das so nicht bestätigen da es bei mir nie vorgekommen ist.

Die Firma Aquacomputer z.B verkauft für die Eheim ein Abschirmungsgehäuse. Ob es nötig ist liegt wohl auch an der Position wo die Pumpe im Gehäuse untergebracht werden soll.

28

Samstag, 27. Mai 2006, 22:33

@ Tom

Du hast Post :)

Gruß Holmes
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